Über uns
Der Reit- und Fahrverein Kirchschlag/Geng ist ein kleiner, herzlicher Verein im Mühlviertel. Jeder ist willkommen, der gerne mit Pferden unterwegs ist – mit eigenem Pferd oder auch ohne.
Vorstand 2025
Obfrau
Pfleger Christa
Obfrau-Stellvertreterin
Habringer Stefanie
Kassierin
Zarzer-Pesenböck Karin
Kassier-Stellvertreterin
Hofer Alina
Schriftführerin
Birngruber Johanna
Zeugwart
Atzmüller Robert
Beirat
Hofer Thomas
Vereinschronik
Franz Panwinkler aus Kirchschlag erzählt die Geschichte unseres Vereins:
Franz Panwinkler aus Kirchschlag erzählt: Die Eheleute Maria und Michael Enzenhofer (Proier) aus Geitenedt feierten im Mai 1971 die goldene Hochzeit. Da Herr Enzenhofer während des Krieges mit Pferden beschäftigt war, trat man an uns Jugendliche mit der Bitte heran, dieses Fest mit einigen Reitern zu verschönern. Wir kamen dieser Bitte gerne nach und trafen uns am Ostersonntag 1971 mit sechs Pferden auf der Buchkirchner-Wiese zur ersten Probe. Die Unerfahrenheit im Reiten bereitete uns aber Probleme. Wir ließen die Pferde einander beschnuppern, was aber ein Fehler war, denn plötzlich flogen die Hufe zwischen den Pferden und keiner von uns getraute sich mehr aufs Pferd zu setzen.
Dieser Vorfall wurde von einem schon damals erfahrenen Reiter beobachtet. Es war Herr Pfleger Josef, vulgo Reis aus der Staubgasse, der plötzlich im Sonntagsanzug vor uns stand und gerade in Geitenedt auf Besuch war. Auf seine Frage hin, ob wir Pferdehirten seien, schilderten wir ihm unser Anliegen. Er meinte nur, so würde uns das nicht gelingen, und gab uns Anweisungen und Ratschläge. Nachdem wir seinem Befehl „alle rauf aufs Pferd“ Folge geleistet hatten, stieg er selbst auf ein Pferd, und nach kurzer Zeit war es gelungen, die Tiere in Schritt zu halten – so stand einem Übungsnachmittag nichts mehr im Wege. Die Reitergruppe, die an diesem Nachmittag geboren wurde, präsentierte sich dann stolz bei der goldenen Hochzeit.
Nach ca. einem Jahr kam es auf Vorschlag des damaligen Ök.-Rats Josef Nopp zur ersten Wahl des Vereins, bei dem Herr Franz Panwinkler zum Obmann und Herr Anton Kaiser zum Stellvertreter gewählt wurden. Neben der Wahl ging es auch um den Versicherungsschutz durch die Union Geng unter dem damaligen Unionchef Leopold Dannerer aus Untergeng.
So wie jedem Verein fehlte es uns auch an Geld, und so versuchten wir es mit einer kleinen Veranstaltung in Untergeng, dem damaligen Reiterkränzchen, aus dem sich der seither beliebte Reiterball entwickelt hat, zu dessen Gelingen sicher auch unser Wasserwirt Herr Pargfrieder seinen Beitrag leistet. Die Gruppe wuchs, die Mitgliederzahl wurde größer.
Nun setzten sich wieder Ök.-Rat Josef Nopp und der damalige Bürgermeister aus Eidenberg, Herr Schütz, ein, einen alten Brauch neu zu beleben, den es in Eidenberg schon viele Jahre vorher gab: Es war der Leonhardi-Ritt, der wieder neu ins Leben gerufen wurde und seither Tradition ist. So wurden wir auch zu vielen Festen außerhalb der Gemeindegrenzen eingeladen (z. B. Micheldorf). Da wir eine ländliche Reitergruppe waren und andere Reitergruppen schon längst eine eigene Tracht hatten, nützten wir die Gelegenheit, uns mit der alten Tracht der Musikkapelle Eidenberg, welche eine neue Tracht bekam, einzukleiden.
Neben den Bräuchen Leonhardi- und Georgiritt entstand eine neue Aktivität durch den damaligen Landtagsabgeordneten und heutigen Präsidenten des Roten Kreuzes, Herrn Leo Pallwein-Prettner. Es war das erste Schlittenrennen auf der Blümlwiese in Kirchschlag, welches wir auf seine Initiative hin durchführten. Auch diese Veranstaltung erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und ist eine nicht mehr wegzudenkende Aktivität geworden.
Nachdem die Reitergruppe an Mitgliedern gewachsen war und uns die Tracht der Musikkapelle zu klein und zu wenig wurde, konnten wir uns durch die Umsicht des Obm.-Stellvertreters Anton Kaiser und der Mithilfe der Union Geng eine maßgeschneiderte Uniform anschaffen, die uns bis heute erhalten geblieben ist.
Im Jahre 1991, nach 20 Jahren, war es an der Zeit, die Führung zu wechseln. Herr Rupert Ganhör aus Untergeng wurde zum Obmann und Herr Franz Hehenberger aus Geitenedt zum Stellvertreter gewählt. Mit dem neuen Obmann kam frischer Wind in die Gruppe: Aus der Brauchtumsgruppe wurde eine leistungsfähige Sportgruppe. Viele junge Reiterinnen und Reiter machten den Reiterpass und die Reiternadel. Einige von uns machten das Fahrabzeichen in Bronze, das heute den Führerschein im Gespannfahren bedeutet. Manche begannen auf Turniere zu fahren.
Unsere Gruppe freut sich, durch Herrn Karl Ofner den Landesmeister 1996 und Herrn Rupert Ganhör den Landesmeister sowie Bundesmeister 2001 im Gespannfahren in unserer Mitte zu haben. Durch Herrn Anton Kaiser aus Untergeng, den Bezirksobmann des Pferdezuchtverbandes aus dem Bezirk Urfahr, haben wir einen erfahrenen Berater in unserer Gruppe. So wünschen wir uns noch viele Jahre in Leistung und Sport, in Brauchtum und Freude, vor allem aber in Kameradschaft verbringen zu dürfen.